Statistische und technische Daten

Statistical and Technical Information

Die Strecke kann mit folgenden Zahlen beschrieben werden:

Streckenlänge: 123,1 km
Gleisbreite: 760 mm
Anzahl von Bahnstationen: 35
Niedrigster Punkt: 2 m Seehöhe (Triest, Koper)
Höchster Punkt: 293 m Seehöhe (Grožnjan)
Anzahl von Biegungen: 604
Anzahl von Tunneln: 9
Anzahl von Brücken: 11
Anzahl von Talbrücken:  6
Durchschnittsgeschwindigkeit des Zuges: 25 km/h
Höchstgeschwindigkeit des Zuges: 31 km/h
Wagenlänge: 8,5 m
Anzahl von Sitzplätzen im Wagen: 30
Reisedauer von Triest bis Poreč: 6-7 h
Baubeginn: 1900
Streckenöffnung: 1902
Letzte Zugfahrt: 31/08/1935

Mit dem Bau der 123 km langen schmalspurigen Bahnstrecke wurde im Jahr 1900 begonnen. Bauarbeiten umfassten den Bau von acht Tunneln in einer Gesamtlänge von 1.530 m, elf Brücken und sechs Talbrücken, zahlreichen Bahnstationen, Lagerräumen, einer Wasserversorgungsstation, sowie vielen Aufschüttungen und Hohlwegen. Der Bau wurde in zwei Teilen durchgeführt: bis April 1902 wurde der Abschnitt zwischen Triest und Buje (59 km) abgeschlossen und bis Dezember der Abschnitt zwischen Buje und Poreč (64 km). Das sogar für heutige Maßstäbe große Projekt wurde in rekordhaltigen zwei Jahren verwirklicht.

Der Zug bekam seinen Namen völlig zufällig im Februar 1902, als in der Triester Zeitung der Staatsbahnen ein Rundschreiben für die Arbeiten am ersten Streckenabschnitt bis Buje veröffentlicht wurde. Man wollte damals betonen, dass die Strecke auf jeden Fall nach Poreč weiterführen wird, weshalb damals in der Zeitung von der „Parenzana“ Bahn gesprochen wurde und so blieb die italienische Version des Namens bis heute erhalten.

Als die Parenzaner Bahn, bzw. der Abschnitt Triest – Buje, zum Verkehr zugelassen wurde, hatte die Bahn drei Gepäckwagen, zehn Passagierwagen, davon 14 geschlossene und 28 offene, wobei alle im Eigentum des Unternehmens Societá locale Trieste-Parenzo waren. Die beiden Lokomotiven U20 und U21 waren in Staatshand. Die Streckenlänge vom Anfangspunkt mitten in der Passagierhalle an der Bahnstation St. Andrä in Triest bis zum Bahngebäude an der Station in Buje betrug 58,651 Kilometer. Die Länge des Streckenteiles von der Mitte der Wartehalle in Buje bis zur Mitte des Bahngebäudes in Poreč war 63,54 Kilometer und die Gesamtlänge der Bahnstrecke von Triest bis Poreč betrug 122,199 Kilometer.

Zum Personal im Zug gehörten drei Zugführer und drei Schaffner. In der Lokomotive gab es vier Lokführer und vier Kesselwärter. Jeder Zug musste auch Bremser haben, die sind jedoch im Protokoll nicht erwähnt.

Mit den letzten Anschaffungen ist der Fuhrpark der Triebfahrzeuge und Wagen um vier Lokomotiven im Eigentum der Staatsbahnen, vier Gepäck- und Postwagen, dreizehn Passagierwagen, dreißig geschlossene und sechsundzwanzig offen Wagen, sowie zwei Kesselwagen, angewachsen. Zur Wartung der Strecke wurden zehn Draisinen und zwei Velozipäde mit vier Rädern benutzt.